Der Urmensch in uns

Ich habe mir heute eine Film-Dokumentation in der ZDF-Mediathek (Erstausstrahlung gestern) über den Urmenschen in uns angesehen, die über 3 Filme mit einer Länge von je 45 Minuten geht:

Mich hat das Thema schon als Gymnasiast fasziniert – angeregt von der kleinen Arbeit von Friedrich Engels „Der Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen“. Ich hatte einige anthropologische Bücher darüber gelesen und war auch früh an der Frage interessiert, was den Menschen vom Tier unterscheidet. Mich hat der Gedanke der Evolution schon früh gepackt. Schöpfungs-Spiritualität kann nur im Rahmen einer fundierten Evolutions-Theorie wirklich verstanden werden – und umgekehrt! 

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Bis ich dann vor knapp 2 Jahren selbst einen Text schrieb mit dem Untertitel: Der Anteil der Frauen an der Menschwerdung des Menschen. Durch diese Reihe bin ich animiert, meinen Text mit den Ergebnissen der neuen Forschungen „gegenzulesen“. Mein erster Eindruck: Ich fühle meine Thesen auf wunderbare Weise bestätigt!

  • Der aufrechte Gang, das Benutzen von Werkzeugen und unsere Physiologie als Dauerläufer, das ist der männliche Faktor unserer Evolution, der Mann als Jäger.
  • Die Ernährung, das Kochen auf dem Feuer ist der weibliche Faktor, der unsere Körper-Entwicklung beeinflusst hat, die Verdauung verändert und das Lager als „zu Hause“ vorbereitet hat. Als „Hüterin des Feuers“ und Trägerin von Tierfellen verloren die Frauen ihr eigenes „Fell“ und verschönerten zunächst verschämt in Kompensation dazu ihre nackte Haut.
  • Das Gehirn jedoch ist der kindliche Faktor. Je größer das Gehirn wurde, desto mehr wurde der Mensch zur „Frühgeburt“. Erst nach 8 Jahren ist das Gehirn des Kindes einigermaßen ausgereift. Das Kind stellt Anforderung an die Mutter, die Tanten, die Großmütter, um angemessen aufwachsen zu können. Es beginnt zu lernen. Das immer mehr ausreifende Gehirn und seiner Funktionen ist das Werk unserer lernenden Kinder.

Mein Text beginnt vor etwa 15.000 Jahren als die Menschen sesshaft wurden, die menschliche Zivilisation zunächst unter Führung der Frauen begann. Denn das LAGER um das Lagerfeuer mit Voratslager und Bettlager war die Domäne der Frau, das feste Zuhause mit einem Garten drumherum. Das Jagen von Tieren war die Domäne des Mannes, doch das Einsammeln von Pflanzen und ihre Aussaat um im Garten, das war die Domäne der Frau.

Die dreiteilige Film-Dokumentation hat mir noch einmal bewusst gemacht, wie es in der langen Evolutionsgeschichte der Menschheit dazu kam.

* Dieser Beitrag hatte seit 19.12.2015 bisher 103 Leser/innen.