Tag des Buches

Ausgerechnet zum Tag des Buches mache ich keine Buchbesprechung und schreibe selbst nicht. Doch immerhin: Ich lese ein Buch, das mich überaus fasziniert, mir neue Horizonte öffnet, Lutz von Werders „Spirituelles Schreiben“. Und finde seine Schreibschule im Internet. Und lese, dass er Pythagoras entdeckt hat! Und lese darin das erste Mal von den „Chiffren der Transzendenz“ bei Karl Jaspers, ein hochschul-philosophisch akzeptiertes Wort für Zahlenmystik. WOWW! Und lese darin, dass er HEGEL als Mystiker identifiziert. Da braut sich was zusammen! Auch nicht schlecht für den Tag des Buches … mit Nachgedanken 

Nachgedanken einen Tag später >>>>>>>>>

Ich habe das Buch natürlich nicht gelesen, weil „Tag des Buches“ ist. Es war mich gar nicht bewusst, bin erst abends im Internet darüber gestolpert. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Es verblüfft mich, was für ein Buch ich am Tag des Buches lese! 

In meinem CREDO meiner Buchbesprechungen auf Buch-Blog.info war schon immer: Ich bin kein Buch-Kritiker, sondern ein Buch-Fan. Ich bespreche nur „5-Sterne-Bücher“, Bücher, die mich begeistern. Mit Lutz von Werders Buch bekommt mein CREDO noch eine andere Färbung: Bücher müssen nicht unbedingt Ausdruck gleich mystischer Erfahrungen sein, doch ein „gutes Buch“ ist immer ein Ausdruck der Seele. Ich habe Sätze in meinem CREDO neu formuliert: Meine Buchbesprechungen mögen Liebeserklärungen an die besprochenen Bücher sein. Dass mir dieser Gedanke ausgerechnet zum Tag des Buches kommt, ist schon irre, oder? Nein: wunder-voll!

Als ob „das Universum“ (sagen wir: die entdeckte Seele meiner Bücher) mir gleich danken wolle. Ist es nicht verblüffend, dass ich ausgerechnet JETZT den Sprung in die TOP-500-Rezensenten deutlich mit Rangplatz 470 bei AMAZON „schaffe“? – Zudem ein Geschenk von AMAZON, das ich noch nicht ganz verstehe: Ich werde heute als „100 ERSTE REZENSENTEN“ eingestuft (und glaube es noch gar nicht recht). DANKE!

Ich erinnere mich, „wie alles anfing“. Nicht meine Narrheit zu Büchern (ich formulierte einmal: Ich bin mehr Lesewesen als Lebewesen), sondern meine Buchbesprechungen. Den ersten Beitrag auf meinem Buch-Blog schrieb ich am 19.7.2011. Es war eine Art Trotzreaktion auf eine zerbrochene Liebe. Ich hatte einer Frau nicht nur wieder einen Heiratsantrag gemacht (wir hatten schon einen Termin im Schloss Dorste-Hülshoff in Münster, bevor sie eine Woche vorher absagte). Mir waren auch die Worte über die Lippen gekommen: „Du bist meine Berufung!“ – „So ein Quatsch!“, dachte ich mir dann. Ich will meine „Berufung“ nicht mehr von einer Frau abhängig machen – und begann, meine Lieblings-Bücher zu besprechen, über 100 Liebeserklärungen seitdem.

* Dieser Beitrag hatte seit 19.12.2015 bisher 48 Leser/innen.