Tag der Erde …

und was mir dazu einfällt, eine kleine Hommage an Mutter Erde:

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  • Ich habe schon sehr früh ein „planetares Bewusstsein“ gehabt. Eines meiner Lieblingsbücher war Peter Russells „Die erwachende Erde. Unser nächster Evolutionssprung“ (1989)
  • Als das erste Foto unserer „Blauen Erde“ aus dem Weltraum aufgenommen veröffentlicht wurde (in den 70er Jahren – lange bevor es als Logo der Nachrichtenagenturen allgegenwärtig wurde), hatte ich Tränen in den Augen. Ich habe mich vor Ergriffenheit kaum beruhigen können: So sieht also meine Heimat aus!
  • Als ich mich 1989 selbstständig machte, nannte ich meine Firma „Blaue Perle Akademie“ (Blaue Perle Seminare, Blaue Perle Lebensschule). Es gab einen patentrechtlichen Einspruch, so dass ich den Namen nicht halten konnte. „Blue Perl“ war weltweit um die Organisationen von Swami Muktananda geschützt. Er nannte das göttliche Wesen des Menschen „Blaue Perle“.
  • Ich bin der Erde noch nie so nahe gewesen wie hier in Südfrankreich in den „wilden Cévennen“. Für die Franzosen gelten die Cévennen als „das wilde Frankreich“. Okay, auch weil die Berge hier das Guerilla-Rückzugsgebiet der evangelischen Hugenotten im katholischen Frankreich waren. Es ist der Boden, die Erde der Revolutionskriege in Frankreich. Die Cévennen waren lange Zeit von der königlichen, katholischen Zentrale Paris nicht „domestiziert“.
  • Heute spürt man vom Revoluzzergeist der Cevenolen jedoch kaum noch etwas, sie sind politisch konservativ (doch was heißt das schon?!). Es sei denn, es geht um ihren BODEN. Beispielhaft für „die Macht des Gewaltfreien“ war der erfolgreiche Kampf gegen die Erweiterung eines Truppenübungsplatzes auf dem Larzac 1971 – 1981. Ich war damals übrigens bei einer solchen Protestkundgebung auf dem Larzac mit Renate, der Mutter meines Sohnes Arne dabei, Arne war noch nicht geboren (1979) und nicht gezeugt. Wir heirateten später. >> Der deutschsprachiger Film auf YouTube (1:48:03) über den Kampf, vielleicht beispielhaft für den möglichen gewaltfreien Kampf der Bauern auf der Erde. Der Kampf der Bauern UM ihre Erde wird ein Kampf FÜR die Erde.
    Es gibt noch etwas für mich enorm Verblüffendes im Film: Eine Demonstartion auf dem „Champ de Mars“ in Paris am Eiffelturm spielt eine Rolle, und das Dorf Le Truel auf der Hochebene des Larzac war ein gewisses Zentrum. Unser Bergdorf hier heißt Mars und die kleine Häusergruppe hier, in der ich lebe, „Le Truel“.
  • Als ich hier meinen ersten Spaziergang hier in den Cévennen gemacht und ins nächste Tal geblickt habe, spürte ich wieder diese Ergriffenheit: Es ist noch weniger zivilisiert, kaum ein Haus zu sehen, Natur pur. Die felsigen Berge und Hügel fast vollständig bewachsen. Mir kam die gründe Vegetation vor wie das Fell der Erde, ihr kuscheliger Pelz.   
  • Hier ist von Artensterben noch nicht viel zu spüren, eine unglaubliche Vielfalt von Tieren. Eidechsen, Feuersalamander, ohrenbetäubende Froschkonzerte, Greifvögel, (kleine, harmlose) Skorpione. Der Blauregen blüht schon schattengebend über der Terrasse, es ist ein konzerthaftes Summen von Insekten. Hornissen gibt es auch. Hier sind die Insekten noch zu Hause. In unserem Haus hat sogar ein Eulenpäarchen ein Nest gehabt (die Kinder waren am Wochenende wohl etwas zu laut, so dass die beiden Eier von den Euleneltern verlassen wurden). Zur Zeit höre ich den Kuckuck stereo, einer rechts im Berg, einer links im anderen Berg – sich gegenseitig antwortend. Wildschweine fast schon hausnah (abendliche Spaziergänge können zu bestimmten Zeiten auf dem Baum landen …), … Das ist die andere Seite der „wilden Cévennen“. 13 Geier wurden hier wieder eingewildert.
  • Wir haben draußen einen Pool (ein Segen in der heißen Zeit), das Wasser bleibt über Winter drin, es friert eh nicht zu. Es ist fasizierend, wie schnell die Natur sich so einen Pool „zurückerobert“ und wieder zu einem Biotop macht. Es wimmelt darin nur so von (quakenden) Fröschen und jungen Feuersalamandern.
  • Wir hatten früher einen Garten, doch es war die Arbeit meiner Frau und Schwiegereltern. Ich war nur „Nutznießer“. Jetzt habe ich hier „meinen Garten“, arbeite mit den Händen (ich verwende so wenig wie möglich elektrisches Gerät). Gartenarbeit ist wie ein zärtliches Streicheln im Fell von Mutter Erde. Ich fühle mich verbunden wie nie. 
  • Ich glaube, es gibt kein wirkliches Heilen hier auf der Erde ohne ökologische Heilbiotope. Mit der Neolithischen Revolution vor vielleicht 15.000 Jahren begannen die Menschen, sesshaft zu werden, begannen die Menschen den Gartenbau als „Paradies auf Erden“. Heute stehen wir vor einer ähnliche Revolution globalen Ausmaßes und es beginnt wieder (auf einem ganz anderen Niveau) mit dem Gartenbau: Nach der Verwüstung der Erde jetzt wieder fruchtbares Land zu schaffen, damit die Erde uns alle wieder ernähren kann, wir ein neues Paradies auf Erden erschaffen.
  • Der Raub an Ackerland (z.B. indische Rosenfelder in Äthiopien), die Spekulation mit Ackerböden nimmt so dramatische Ausmaße an, dass die UNO dieses Jahr zum Jahr des Ackerbodens ausgerufen hat. Sogar die UNO warnt vor „neuem Kolonialismus“.
  • Es ist offensichtlich, dass wir uns auf und mit der Erde nicht heilen können, ohne das Geldsystem zu heilen, von Zinsen und Inflation zu befreien (Margit Kennedy) und am Ende ganz abzuschaffen.
  • ERDE und KOSMOS: In der Astrologie spielt die Erde (als Planet) „eigentlich“ keine Rolle. Sie ist „ausgeblendet“. Es gibt als Planeten VENUS und LUNA (Mond), aber keine GAIA (die Göttin Erde). Da ist die patriarchalische Astrologie einäugig blind. Und doch:  Die ERDE ist der perspektivische Standpunkt der Astrologie, sie kann gar nicht anders als „geo-zentrisch“ zu sein. Wir sehen von der ERDE aus in den Kosmos. 
  • Das Tierkreiszeichen, das der Erde am nächsten, ist der STIER, die Fruchtbarkeit der Natur. 
  • Als Wassermann (Uranus) mit dem Aszendenten Stier (Venus) könnte ich meine Lebensreise so beschreiben: vom Himmel auf die Erde. Und nicht zuletzt, wie der „Zufall so will“, bekomme ich heute von AMAZON das Buch „Sepp Holzers Permakultur“ (meine Erde) und das Buch von Lutz von Werder „Spirituelles Schreiben“ (mein Himmel).
* Dieser Beitrag hatte seit 19.12.2015 bisher 25 Leser/innen.