Spirituelles Schreiben und Channeln (2)

Es gehört zur „ganzen Wahrheit“: Ich habe vor etwa 15 Jahren selbst eine Reihe gechannelter Bücher gelesen, die mich in Bann zogen. Das Medium nennt sich „Sanya Roman“, das gechannelte Geistwesen ORIN. Ich möchte mit diesem Beitrag zeigen, was Channeln leisten kann. … 

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Die Titel der Bücher „einer neuen Lebensschulung“ von ORIN, dem „Lehrer aus einer höheren Welt“:

  • Sich dem Leben öffnen. Schritte zu persönlichem Wachstum und geistiger Kraft
  • Sich höheren Energien öffnen. Die unsichtbaren Kräfte des Universums nutzen
  • Zum höheren Selbst erwachen. Das Herz dem Bewußtsein des Lichts öffnen
  • Seelenliebe. Die innerste Quelle unserer Liebesfähigkeit
  • Das Praxisbuch des Cannelns. Wie man seinen geistigen Führer findet und zu höherem Wissen gelangt
  • Kreativ Reichtum schaffen. Spiritueller Umgang mit Geld und Fülle

Diese Bücher haben mich sehr beeindruckt: Sie waren meiner eigenen spirituellen Entwicklung immer „einen Schritt voraus“. Im gewissen Sinne stellen diese Bücher auch „Stufen meiner Seelen-Entwicklung“ dar.

Ich glaube, dass es eine Art „Seelenfamilie“ gibt, wir mit bestimmten Seelenfeldern verbunden sind. Im gewissen Sinne ist diese Buchreihe Ausdruck „meiner Seelenverbundenheit“: Lebensschulung, Lehrer, Seelenführer, …

Es gibt wohl eine „philosophische Seelenfamilie“, der meine Seele angehört. Identifiziert habe ich bisher: Pythagoras – Sokrates – Rousseau – Hegel – Marx – Piaget – Wilber

Ich habe in meinem eigenen Leben einmal den Wunsch gehabt, eine „historische Person“ zu channeln: Jean-Jaques Rousseau. Ich hatte in meinem zweiten Pädagogik-Studium den Eindruck, ihn anders zu verstehen als die „moderne Pädagogik“, die in ihm ihre Gallionsfigur sieht. Ich nahm sein „Erleuchtungserlebnis“ 1749 ernst, d.h. sah in ihm einen Mystiker. Im Französischen heißen die Aufklärer „Erleuchtete“ (les lumières). Wer in Rousseau nicht den Mystiker (in seiner Zeit) erkennt, der versteht ihn nicht wirklich. Mir wurde bewusst, dass Rousseau nicht der „erste moderne Mensch“ ist, wie Nietzsche sagte, sondern der erste „postmoderne Mensch“, der erste GRÜNE sozusagen. Wer in der menschlichen Entwicklung eine „Anti-Schöpfung“ sieht, der ist nicht modern, sondern postmodern. Er kritisierte die Kirche mit der aufgeklärten Moderne und kritisierte die Moderne mit der authentischen Spiritualität der Postmoderne. Ich wollte ihn durch gechannelte Seelenverbundenheit einfach fragen, ob ich ihn „richtig“ interpretiere.

Ich habe mich im letzten Jahr (Juli 2014) in einigen e-Mails an Frau Dr. Varda Hasselmann und Frank Schmolke („Archetypen der Seele“) kritisch mit gechannelten Büchern auseinandergesetzt: Es geht nicht darum, Medium für Geistwesen zu sein, sondern uns selbst als Geistwesen zu „be-greifen“, die auf diesem Planeten leibhaftige Werkzeuge der Schöpfung sind.

Jürgen Fischer ist sicher einer der Menschen, die das Werk von Wilhelm Reich fortsetzen. Ich finde es sehr beeindruckend, dass er selbst so in diesem Seelenfeld schwingt, dass er Wilhelm Reich auch channeln kann.  Er nennt dies „mediale Gespräche mit Wilhelm Reich“. Das gefällt mir! Das Werk eines großen Geistes fortzusetzen und dabei auf Seelenebene mit diesem Geist verbunden zu bleiben.

Wie dem auch sei: Wir sind auf dem Planeten Erde letztlich nicht, um jenseitige Wesen zu channeln, sondern unseren Seelenauftrag im Diesseits zu erfüllen. (Die ganze Wahrheit lautet natürlich: Es gibt kein Diesseits und Jenseits, doch das ist ein anderes Thema …)

* Dieser Beitrag hatte seit 19.12.2015 bisher 61 Leser/innen.