Spirituelles Schreiben und Channeln (1)

Gechannelte Bücher sind in Mode. Es scheint, als ob sie vom „lieben Gott“ persönlich diktiert wären. (Ich formuliere bewusst etwas naiv.)  – Dabei sollten wir uns bewusst sein: Die Jenseitige Welt nicht „besser“ oder „wahrhaftiger“ nicht einmal „höher“ als die diesseitige. Die Geister aus der jenseitigen Welt auch der Toten können Horrorgestalten sein. „Gechanneltes Buch“ ist kein Gütesiegel absoluter Wahrheiten. Mich haben die Sätze von Paul Ferrini beerindruckt … 

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Er schreibt direkt im Vorwort zu „Denn Christus lebt in jedem von euch“ (S. 7):

Bei all dem Rummel, der zur Zeit um das Canneling gemacht wird, scheint es mir wichtig, darauf hinzuweisen, daß dies kein gechanneltes Buch ist. Die hier wiedergegebenen Informationen stammen nicht von irgendeiner vom Zuhöhrer getrennten „Wesenheit“ oder Persönlichkeit. Dieses Buch ist das Resultat eines Prozesses, indem sich ein Zuhörer mit dem Christusbewusstsein verbunden hat, von dem er und Sie wesentliche Zeile sind. Die Vorstellung von Jesus als einer vom eigenen Bewusstsein getrennten äußeren Instanz geht am Wesentlichen vorbei. Denn in unserem Innerenwendet sich Jesus an uns. Er ist unser engster Freund, der manchmal mit Worten, manchmal ohne Worte zu uns spricht. Unsere Kommunikation und Verbindung mit ihm ist eine wesentliche Voraussetzung für das Praktizieren seiner Lehre.

Das Thema ist mir aus dem Grund wichtig, weil spirituelles Schreiben in gewissem Sinne doch ein „Channeln“ ist. Wir nehmen Informationen aus unserer Seele auf und bringen sie in die Form eines spirituellen Textes oder Buches. Wir sind dabei der „Kanal einer Botschaft“. Das Buch diktiert sich mir – sozusagen. Doch bei diesem Schreiben sind wir kein „Kanal“. Das Buch benutzt uns nicht als Kanal. Es ist ein „nondualer Flow“: Das Buch der Seele und meine Seele sind beim Schreiben EINS. 

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