Facetten des Willens

Das Thema WILLE ist eine der großen philosophischen und spirituellen Themen – geeignet auch für den Seelenmonat WIDDER. „Ich will“ hier erst einmal die Facetten zum Thema zusammen tragen, die mir bewusst sind …

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Ein paar Punkte schon zur Reflexion:

  • „Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.“ Das scheint ja spirituell das „non-plus-ultra“ gegen den Eigenwille des EGO zu sein. Ist es aber nicht.
  • Walsch schreibt in seinem Buch „Was will Gott?“ als Antwort: NICHTS. Gott hat also (demnach) gar keinen Willen. Gott überlässt uns das Wollen. Diese Erkenntnis ist erschütternd!
  • In einem anderen Buch hat Walsch einmal den Satz formuliert (genaue Quelle und präzises Zitat suche ich noch heraus): „Wir können nicht einmal eine Fliege gegen ihren Willen töten.“ Das wirft sicher EINIGE Fragen auf: Haben Fliegen schon einen „Willen“? Das würde ich eher bezweifeln. Vielleicht ist damit „Schöpfungswille“ gemeint, dass wir also keine Fliege gegen den „Schöpfungswillen“ töten könnten. Anders, etwas locker formuliert. Bevor wir etwas töten können, muss Gott JA dazu sagen. Wir können kein Wesen töten „gegen den Willen Gottes“. Sollten Morde und Massaker dem „Willen Gottes“ (wenn es denn überhaupt einen gibt) entsprechen? Das ist eine große Frage, die häufig zum Atheismus führt. „Wenn es Gott wirklich gäbe, würde er das nicht zulassen …“ Es wird also immer verwirrender.
  • Es gehört doch auch zu unserem Menschsein, dass wir mit einem „freien Willen“ ausgestattet sind, wir wählen können. Wir sind nicht wie Tiere instinktgebunden, sondern können lernen, bessere Entscheidungen treffen usw.
  • Die Willensbildung des Kindes ist ein Fest seiner Menschwerdung, Voraussetzung seiner Selbstbestimmung.
  • Um Gottes Willen als Werkzeug der Schöpfung zu manifestieren, sollte man einen starken Willen entwickelt haben. Wie soll ein willensschwaches Wesen Gottes Wille durchsetzen können?
  • Typisch für das EGO ist es aber, dass es sich in der Illusion wiegt, einen freien Willen zu haben. Das ICH ist als EGO jedoch (wie eine Marionette) abhängig und damit fremdbestimmt, vom Unbewussten und Emotionen fremdbestimmt, von diesseitigen und jenseitigen Mächten fremdbestimmt.

In den nächsten Tagen mehr … 😉

* Dieser Beitrag hatte seit 19.12.2015 bisher 15 Leser/innen.