Die Dreifaltigkeit des Menschseins

Der Mensch hat „zwei Seelen in seiner Brust“ (Goethe): eine Tierseele und eine göttliche Seele. Mit unserer „Tierseele“ sind wir Produkt der Evolution, das Kind von Mutter Erde. Hier sind wir Nachfahren der Hominiden, Nachfahren des „Homo erectus“. Mit unserer „Göttlichen Seele“ sind wir Produkt des Himmels, das Kind von Vater Himmel. Hier sind wir „Kinder Gottes“.

Was bedeutet dann Menschsein, Menschwerdung, Erwachen zum wahren Menschen? 

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Der Säugling ist noch diese beiden Seelen pur, die Einheit von Tierseele und göttlicher Seele. Das Menschsein ist sein großes Potenzial, die Menschwerdung sein Lebensauftrag. Im Körper manifestiert sich die Tierseele. In der eigentlichen Seele manifestiert sich die Göttliche Seele.  Doch es gibt auch eine Menschen-Seele, die menschliche Inkarnation (das Fleischwerden) von tierischer und Göttlicher Seele in der Spezies Mensch.

Das Wesen der menschlichen, individuellen Seele schöpft auch aus den früheren Inkarnationen (und kann schon eine alte Seele sein), aus der biologischen Familien-Seele (den Ahnen), das Eingebundensein in familiäre und kulturelle Wurzeln, dem Seelenfeld der Menschheit, vielleicht auch einer mystischen Seelenfamilie, „Brüder und Schwestern im Geiste“.

Menschwerden heißt vor allem Bewusstwerdung, das Erwachen aus (tierischer) Unbewusstheit in (göttliche) Bewusstheit. Wir entwickeln uns vom tierischen Menschen (der aus Instinkten und unbewussten Programmen lebt) über den menschlichen Menschen (der eine gewisse Bewusstheit erlangt hat) zum göttlichen Menschen (wie es Jesus, Buddha, Laotse oder andere erleuchtete Menschen, Mystiker, verwirklicht haben).

Körper – Geist – Seele: Doch dies ist nicht nur die Dreifaltigkeit von Werde-Stufen (vom tierischen zum göttlichen Menschen im GEIST), sondern auch die Dreifaltigkeit von Seins-Zuständen (tierische – menschliche – göttliche SEELE) im physischen KÖRPER.

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