Das Kreuz in der Zahlenmystik

In der Zahlenmystik steht das Kreuz für die Zahl VIER
(Upps! Heute ist der 4.4.)

Die ersten Zahlen (null, eins, zwei, drei) symbolisieren die Ewigkeit der Schöpfung, das ewige Jetzt ohne Anfang und ohne Ende, die Dreifaltigkeit des SEIN. Mit der vier geht die Schöpfung in die 4-dimensionale Raumzeit, ins WERDEN, in die Evolution: Hier hat alles einen Anfang und ein Ende. Auf der Schöpfungsebene der vier gibt es Leben und Tod, Sterben und Wiederauferstehen. So gesehen hat das Kreuz symbolisch und zahlenmystisch eine sehr tiefe Bedeutung.

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Sich vom Kreuz zu erlösen heißt zahlenmystisch, sich von der Vier zu lösen, der Raumzeit, und in die Drei, die Zwei, die Eins und die Null zu transzendieren und zu erwachen.

Das ist erst einmal sehr abstrakt. Eines sollte gleich schon bedeutsam sein: In die NULL zu transzendieren ist das, was der Buddhismus das NICHTS, das NIRVANA meint, das Sein noch jenseits von Schöpfung und Gott, das Nicht-Sein. Im Buddhismus, der „Religion ohne Gott“, ist sogar das Göttliche, die EINS, ins NICHTS, in die NULL transzendiert. Das ist „das Ende der Fahnenstange“, wenn ich mich so ausdrücken darf. Das ist die Erlösung im absoluten Erwachen.

Wir überwinden den Tod (die Vier), indem wir uns „in das Schwingungsfeld der Drei einschwingen“, ins Bewusstsein der Dreifaltigkeit erwachen. Das Dreier-Prinzip der Schöpfung ist: Schöpfer (Impuls) – Schöpfung (Prozess) – Geschöpf (das Erschaffene) oder anders gesagt: Vater – Mutter – Kind. Diese Dreifaltigkeit ist ewig: Erschaffen – Bewahren – Zerstören. Und so unterscheidet sich Schöpfung von der Evolution: Schöpfung ist in der Drei (ohne Anfang und Ende), Evolution ist in der Vier (mit Anfang und Ende).

Wenn wir in die Zwei erwachen, dann erwachen wir in die Polarität und Dualität. Es ist vor allem die Polarität von Männlich und Weiblich, von YIN und YANG. Es gibt keine Schöpfung ohne das männliche und weibliche Prinzip. Das Göttliche ist ein Paar: Das weibliche Prinzip ist die LIEBE, das männliche Prinzip ist das BEWUSSTSEIN. Liebe und Bewusstsein sind selbst nur in der Dualität möglich. Liebe bedarf des DU, Bewusstsein erkennt ETWAS, ES. Dieses polare Spannungsfeld erschafft selbst die Dreifaltigkeit von ICH – DU – ES. (Das Ego interpretiert diese göttliche, mystische Dualität als Dualität von Gut und Böse. Das Ego will gut sein und erschafft das Böse. Die Dualität nur als GUT und BÖSE zu erkennen, heißt, noch im Ego verhaftet zu sein, es ist noch kein Erwachen in die Dualität jenseits von Gut und Böse.)

Die EINS ist ALLES, das ALL. Es ist die Einheit von All-Liebe und Einheits-Bewusstsein, die Einheit des männlichen und weiblichen Prinzips. (Doch es ist weit mehr als das, was uns als Welt-All erscheint. Weltall, Universum, Kosmos ist nur die für unsere Sinne (einschließlich seiner Werkzeuge wie Mikroskop oder Teleskop) in der Raumzeit Wahrnehmbare. Die EINS, das ALL schließt auch das Unwahrnehmbare, das Unbeschreibliche, das Unaussprechliche ein. Es ist das TAO.

Die NULL, das NICHTS ist das größte Geheimnis. Es ist nicht die Leere, mit der auch das Nirwana durch das Ego missverstanden wird. Es ist die absolute Fülle, das Potenzial für Alles, das „ALLES ist möglich“. Die Ur-Schwingung ist die Schwingung zwischen NULL und EINS, NICHTS und ALLEM in jedem Augenblick. Es ist die permanente Schwingung zwischen SEIN und NICHT-SEIN, ABSOLUTEM und RELATIVEM. Es ist das Schwingungsfeld des GEISTES noch jenseits von Polarität (die Zwei) und Schöpfung (die Drei). GEIST ist weder männlich noch weiblich, weder erschaffend, zerstörend oder bewahrend, die „nichtwirksame Gottheit“ (Meister Eckhart), es ist das absolute Vibrationsfeld der Ruhe und Stille im Herz des Hurrikans (relativ bildlich gesprochen …)

Dieses tiefste Geheimnis ist nur noch zahlenmystisch absolut auszudrücken, hier in den zwei Formeln der absoluten und relativen Wahrheit:

Das Absolute: NULL gleich EINS

Das Relative: NULL ungleich EINS

Die Bildung des GEISTES ist die Vibration von NULL, EINS und ZWEI –
das eigentliche Geheimnis der Dreifaltigkeit.

* Dieser Beitrag hatte seit 19.12.2015 bisher 47 Leser/innen.