Annäherung an Jesus, den Mystiker (1)

Ich weiß schon lange, dass ich auf meiner Internet-Seite zu den zwölf Urbildern der Seele jetzt zum Seelen-Monat FISCHE ein Kurzporträt von Jesus als „Fische-Geborenem“ schreiben will. Doch bisher hat es sich nicht geschrieben, kein Schreib-Impuls. Blockiert hat mich die Frage: Was an Jesus war echt und was die Legende, der Mythos einer zur Staatsreligion mutierten Lehre? Heute kam die Antwort! 

 

Ich betrat heute einen Gästeraum, in dem auch Bücher von mir stehen, ohne überhaupt nach einem Buch zu suchen. Das Regal zog mich magisch an und ich hielt das Buch in den Händen: „Das Ur-Evangelium. Was Jesus wirklich sagte“ von Herbert Ziegler und Elmar Gruber. Ich hatte dieses Buch gar nicht mehr in Erinnerung, und es war genau meine Wissenslücke, wie sich der historische Jesus von der Kirchenlegende unterscheidet.

Genug Bücher zu Jesus als Mystiker und kosmischer Christus (im Sinne des Titels vom Göttlichen Auserwählter und Gesalbter) lese ich gerade, also das, was Deepak Chopra den „Dritten Jesus“ nennt. Und auch dabei gab es heute eine „kleine Erleuchtung“. Jim Marion erklärt in seinem Buch „Der Weg zum Christus-Bewusstsein“ die „dunkle Nacht der Seele“ UNMITTELBAR VOR dem Durchbruch zum Gottesbewusstsein als Kreuzweg. Die durchlichtete Seele ist offen für die Erlösung alles Bösen. Und plötzlich wird das Leiden Jesu, das Ringen mit dem Teufel, die Kreuzigung, der Gang durch die Hölle und die Auferstehung als integralen Teil des mystischen Weges absolut klar. Was an Kreuzigung und Auferstehung „historische Wahrheit“ ist, spielt keine Rolle mehr, es ist vor allem eine Metapher. Als letzte Phase des mystischen Weges für eine Lichtgestalt (das sind Mystiker und Heilige) geht es um die ERLÖSUNG der eigenen Seele durch die Inkarnationen und die Weltenseele der Menschheit vom Bösen, um vom Menschen zum göttlichen Wesen transformieren zu können. All das, was von Jesus in SEINER „dunklen Nacht der Seele“ berichtet wird, ist Teil des Weges eines Mystikers vor dem vollständigen Erwachen ins Gottesbewusstsein. Und so weist uns Jesus als Mystiker den Weg zum göttlichen Bewusstsein, dem „Reich Gottes“.

Zwei Erkenntnisse von heute, die mein Schreiben über Jesus jetzt möglich gemacht haben: 1. Was Jesus WIRKLICH sagte und 2. das Verstehen seines Leidens und Kreuzweges.

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