100. Buchbsprechung

Heute habe ich gleich 2 Bücher in meinem Buchblog besprochen:

Vor allem das Buch „SQ – Spirituelle Intelligenz“ ist für mich eine intellektuelle Herausforderung ersten Ranges 

 

Es arbeitet in mir die Entwicklung einer „Seelen-Astrologie“. Sie hat unbedingt einen wissenschaftlichen Anspruch, im Sinne einer spirituellen Wissenschaft. Und dafür ist das Buch SQ eine Herausforderung.

Die Autoren verstehen SQ als „Intelligenz der Seele“. Hier wird (wie die Autoren sagen), die Theorie der spirituellen Intelligenz erstmals entwickelt. Damit auch ein speziell wissenschaftlicher Zugang zur Seele und ihrer Intelligenz gelegt. Ja, „Seelen-Astrologie“ ist ein System spiritueller Intelligenz.

Das Buch arbeitet mit der Zahl sechs: Die sechs Persönlichkeitstypen, die sechs spirituellen Pfade. Das ist sehr nahe meiner Anschauung. Es ist für mich nur die Zahl 12: Zwölf Persönlichkeitstypen und 12 spirituelle Pfade gemäß den Tierkreiszeichen. Dabei stimme ich den Autoren unbedingt zu, dass eine hoch entwickelte spirituelle Persönlichkeit ALLE Persönlichkeitstypen integriert hat, alle diese Pfade gegangen ist (S. 145). Die Sechs der Autoren wäre zu meiner Zahl Zwölf ja nur zu verdoppeln. Ich ahne eine mögliche Lösung: Was wäre, wenn die sechs Persönlichkeitstypen der Autoren durch die Differenzierung von männlich und weiblicher Ausprägung zu verdoppeln wäre? 

Die Autoren berufen sich ausdrücklich auf die Planeten (Saturn, Venus, Merkur, Mond, Mars, Jupiter). Klassisch (vor der Entdeckung der neueren Planeten Uranus, Neptun und Pluto) arbeitet die Astrologie aber mit der Zahl 7. Darüber hinaus ist auch die Zahl der Chakren die 7, worauf die Autoren sich auch beziehen. Eine gewisse Unstimmigkeit zwischen den Zahlen 6 und 7 ist hier für mich bei den Autoren zu erkennen, im Sinne einer kognitiven bzw. spirituellen Dissonanz. Wie ist diese Unstimmigkeit aufzulösen? 

Ein anderes Problem der theoretischen Unstimmigkeit klopft bei mir wieder an, meine Dissonanzen zur Integralen Theorie von Ken Wilber. Die Behandlung des Männlich-Weiblichen als „Typologie“ hat mich nie überzeugt. Die ganze Lehre der Typologie ist für mich bei Wilber der schwächste Punkt. Dazu kommt seine Aversion gegen die Astrologie und nur eine schwach entwickelte Theorie der Seele. Hier steht eine kreative Konfrontation zwischen „Integrale Spiritualität“ (Ken Wilber“) und „SQ – Spirituelle Intelligenz“ der Autoren an. Spannend, oder?

Etwas anderes bahnt sich bei mir den Weg: Pythagoras und die Zahlenmystik. Vielleicht ist genau das der Punkt, hier eine „moderne“ Zahlenmystik zu entwickeln, die solche Unstimmigkeiten lösen kann. Pythagoras sprach nicht nur von der „heiligen Geometrie“, sondern auch von der „heiligen Astrologie“. Gilt es diese wiederzuentdecken und zu einer „Astrologie der Seele“ zu entfalten?

Vielleicht ist es kein Zufall, dass meine Besprechung des Buches ausgerechnet meine 100. in meinem Buchblog ist. Dazu noch ein interessanter Nachtrag: Ich schreibe ja auch ein Buch zum Thema „Das Fragen wieder lernen“ – als Öffnung unseres intuitiven Kanals. Das Buch SQ – Spirituelle Intelligenz ist ein „Eldorado“ für diese Fragestellung. Zum einen wird ein hoher SQ als Ausdruck einer „ausgeprägten Neigung, Fragen zu stellen“ gesehen. Dann gibt es am Ende des Buches eine große Fragensammlung zur Erfassung des SQ (S. 299 – 305) Das ganze letzte, sechzehnte Kapitel könnte unter der Überschrift stehen „Sich an die Fragen erinnern“. Ich nehme dabei eine starke Resonanz zu diesem Buch wahr.

 

Der Blog-Beitrag braucht noch einen verblüffenden Nachtrag vom 26. März.

Ich habe heute ein anderes Buch gesucht – und bin über das Buch der beiden Autoren IQ? EQ? SQ! in meinem Bücherregal gestoßen, was ich noch nicht gelesen habe. Ich hatte es ganz vergessen! HA!!!! Die Autoren sprechen jetzt von „12 Prinzipien der Transformation“. Es ist sicher das Buch, das ich als nächstes lesen werde. Da habe ich wohl etwas nachzuholen. >> Schon geschehen!

* Dieser Beitrag hatte seit 19.12.2015 bisher 27 Leser/innen.