Praktische Lebensphilosophie

Inhalt: Heute und in den nächsten beiden Tagen: mein Durchbruch und die Wende / der Sinn des Philosophierens über Gott und die Welt / praktische Lebens-Philosophie: selber denken! / Gesammelte Werke unvollendeter Gedanken / 476 Worte

Heute und in den nächsten beiden Tagen passiert es: der Durchbruch! Niemand meiner verehrten Blog-LeserInnen wird sich mehr wundern, dass es wieder ein Buch ist, das ich mir nach meiner morgendlichen Meditation in die Hände fallen lasse; diesmal ist es: Lutz von Werders “Lehrbuch der philosophischen Lebenskunst für das 21. Jahrhundert” (2000). – Klingt dröge, oder? (>> meine Buchbesprechung)

Es ist der Hammer! Wahrscheinlich nur für mich in dieser Form zur rechten Zeit. Zunächst ist >> Lutz von Werder für mich ein uralter Bekannter (als Autor, versteht sich). In meinen 20gern war er einer meiner Lieblingsautoren zur “antiautoritären Erziehung und proletarischen Arbeiterbildung”. (Das liegt jetzt 40 Jahre zurück!) Bei der Gründung unseres “Kinderladens VOLLE HOSE”mit meinem Sohn Arne in Bochum-Werne war er “geistiger Pate”. Inzwischen hat er seinen Platz auf dem Lehrstuhl einer Freien Uni Berlin gefunden. Auch wenn das Buch ein braves philosophisches Lehrbuch zu sein scheint, hat es in seiner Botschaft etwas Radikales und Revolutzerhaftes an sich (ganz der alte Lutz von Werder): Selber denken!

Was sollte der tiefste Sinn der Philosophie anders sein, als selber zu denken?! Ganz im Sinne dialogischen (geistigen) “Hebammenkunst” des  SOKRATES (“Ich weiß, dass ich nichts weiß.”) oder KANT: “Selber denken heißt, auf keines Meisters Worte zu hören.” (Der Satz könnte auch von Krishnamurti sein.) Philosophie ist nichts Weltfremdes für überzüchtete Professoren in Elfenbeintürmen. Der tiefe Sinn der Philosophie ist es, unser Menschwerden zu unterstützen, unser Selbstdenken zu leiten, unser Leben mit Gott und der Welt aufzuklären, unseren Alltag lebensfreundlich zu gestalten. (Das sind jetzt echt meine Worte.) Philosophie ist praktische Lebensphilosophie oder ein Furz.

Ich merke beim Lesen sofort, dass ich längst auf dem Niveau des Buches bin. Ich verstehe es nicht nur. Es ruft bei mir immer wieder ein: “Das sehe ich aber anders!” hervor. Es pro-voziert (hervor-rufen) mich im besten Sinne des Wortes. Ich habe meine annähernd 100 besprochenen Bücher in meinem >> Buchblog immer “affirmativ” besprochen: Was mich an ihnen begeistert, selten auch nur einen Hauch von Kritik. Mit dem Philosophie-Buch von Lutz von Werder ist wieder mein altes kritisches Denken geweckt: Selbst denken, eine andere Sichtweise klären. Ich komme mir vor, als erkenne ich mich selbst als Lebensphilosoph. Es kommt mir vor, als würde ich mich endlich outen.

Ich spüre in mir die Wende, selbst einen originellen Beitrag zu leisten. Das Buch macht mir klar: Die Zeit ist gekommen. Du bist gut genug! Ich bin längst “Meister”, und es es ist Zeit, mich in meiner Originalität und Einzigartigkeit zu zeigen.

Wichtig ist auch mein zweiter intuitiver Impuls: einen Ordner “Unvollendete Werke” auf meinem Desktop anzulegen und dort alles von mir als größere Werke Geschriebene zu sammeln. Meine Arbeiten kommen aus der Schublade wieder ins Bewusstsein:Gesammelte Werke unvollendeter Gedanken.

* Dieser Beitrag hatte seit 19.12.2015 bisher 33 Leser/innen.

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