Lässt sich Geld „manifestieren“?

Inhalt: Mein Blog-Beitrag heute hat den Anstoß aus der e-Mail an eine Klientin von gestern. Für diesen Beitrag habe ich die e-Mail allerdings sehr erweitert: Kann man Geld wirklich manifestieren? / Und was ist mit einem Wirtschafts-System, in dem es kein Geld mehr gibt? / mein neuer Schreibstil manifestiert sich /

 

Prüfe einmal in dir, ob wir Geld wirklich „manifestieren“ können. Vielleicht ist diese VORSTELLUNG, dass Geld sich manifestieren lasse, selbst schon der Irrtum, die falsche Fährte. Sie geht ja davon aus, dass wir Geld ohne Gegenleistung in unser Leben ziehen könnten. Ich will nicht abstreiten, dass es manchmal so aussieht, als ob es tatsächlich funktioniere. Doch wahrscheinlich hätten wir diesen „Geldsegen ohne Gegenleistung“ auch erhalten, ohne es „manifestiert“ zu haben. Dann kann uns unser Ego leicht einen Streich spielen, sich als „Geld-Manifestor“ aufspielen, obwohl es in Wirklichkeit ein Geschenk des Himmels war.

Ich glaube fest daran (das ist ein Glaubenssatz!), dass uns das Leben mit all dem versorgt, was wir wirklich, wirklich, wirklich brauchen. Manchmal versorgt uns das Leben mit einem unerwarteten „Geldsegen“, weil wir es für eine sorgenfreie EIGENE spirituelle Entwicklung brauchen. Dann dreht uns das Leben wieder den Geldhahn zu, weil wir jetzt etwas anderes lernen müssen: unseren geldwerten Beitrag für ANDERE zu leisten. In solchen Phasen „brauchen wir“ Geldmangel, um etwas zu lernen, ist Geldmangel eine Lektion des Lebens, treibt uns an, holt uns aus der Bequemlichkeitszone heraus. Er ist natürlich auch Ausdruck dafür, dass es in unserem Bewusstsein noch etwas MANGELT, nämlich dem „Dienst am großen Werk“. (Bist du nicht für etwas Höheres geboren als das, was du jetzt machst?) Vielleicht lernen wir in solchen Phasen auch, besonders achtsam mit Geld umzugehen, Geld nicht zu verschwenden (auch Geld ist eine Ressource).

Ist Geld nicht vielmehr ein (vielleicht sogar: gnadenloses) „Feedback“ des Lebens, ob wir wirklich auf unserem Seelenweg sind? Zeigt mangelnder Geldrückfluss nicht einfach etwas an, ist ein Symptom für etwas anderes, dass wir nicht wirklich das tun, wozu wir bestimmt sind? Auf dem Seelenweg ist jeder von uns für etwas Großes bestimmt. Wir alle sind „Mahatmas“, große Seelen. Und kann nicht gerade diese Angst vor unserer eigenen Größe es sein, das uns eigentlich blockiert? Was wäre, wenn wir erst dann in den großen Geldfluss kommen, wenn wir unsere wahre Größe wirklich leben? (Versprechen kann ich das jetzt aber nicht! Ich bin nicht die Geldverteilungsstelle des Universums 😉 .)

Dann wäre noch etwas anderes ins Bewusstsein zu nehmen: Ich glaube, die Menschheit wird sich in naher Zukunft vom Geldsystem ganz verabschieden. Vielleicht sind wir als spirituelle „Bewusstseins-Elite“ schon aufgefordert auch hier neue Wege zu gehen, so dass Geld im Austausch immer unbedeutender wird. Klar müssen wir Geld als Wertschätzung immer noch annehmen, weil wir überall Geld zu bezahlen haben (noch). Wir sind ein Teil des Geldsystems. Ich erkenne den „neuen Weg“ bei mir selbst: Ein Ziel von mir hier in Südfrankreich mit meiner Familie ist es, in 3 Jahren ein System der Selbstversorgung, Permakultur, Autarkie erreicht zu haben, sich in den Grundnahrungsmitteln geldlos selbst zu versorgen – und Überschuss zum Tauschen zu produzieren (hier ist auch der „lokale Markt“ noch viel lebendiger als in Deutschland). Diesen Gegentrend gegenüber der „Globalisierung der Finanzoligarchie“ finde ich sehr gesund. Jede unserer einzelnen Körperzellen ist ein autarkes Energiesystem. Da sollten wir wieder hin, damit der Organismus MENSCHHEIT wieder gesunden kann: durch gesunde Zellen.

Ich will damit nur einmal bewusst machen, dass der Horizont des Geld-Themas größer sein kann und vielleicht auf dieser „höheren Ebene“ zu lösen ist und nicht auf der Ebene des (Ego- ?) „Manifestierens“. Geld zaubern wir nicht so einfach aus dem Zylinder. Das ist nicht der Tiefe Sinn des Geldes.

PS: Mir fällt heute auf, dass ich in letzter Zeit einen neuen Schreibstil als Manifestation eines anderen Bewusstseins entwickelt habe! Meine Sätze früher waren wie in Stein gemeißelt, hatten den Charakter von „10 Geboten“. Meine Sätze schienen „unantastbar“, nicht zu diskutieren ANTWORTEN auf Fragen, die mir keiner gestellt hatte. Jetzt schreibe ich mehr fragend. Es ist nicht nur mich befragend (mich in Frage stellend), sondern auch dem Leser eine Frage anzubieten, die ihn/sie vielleicht zum Selberdenken anspricht und zum Weiterdenken anregt.

* Dieser Beitrag hatte seit 19.12.2015 bisher 42 Leser/innen.