Der direkte Weg

Inhalt: Die Magie des WenigerwerdensDie Frage der Mystik: Warum Umwege und Irrwege gehen, wenn es auch direkt geht? / die Wahl der Wege / der direkte Weg ins NICHTS / sich dem Sog des Nichts hingeben / 420 Worte

Das Buch, das mich morgens mit der Meditation in Bann zieht, heißt “Die Magie vom Wenigerwerden” und ist von Heinz Klein. Der Untertitel: Die Transformation zum wahren Menschen. Ich lebe hier in Frankreich das (zumindest äußerlich) “Wenigerwerden”: mit immer weniger auskommen. Es ist eine Kombination von freiwilligem “Loslassen” und erzwungenen “Entzogenbekommen” (sogar mein Volvo streikt zurzeit, hat mir seinen Dienst gekündigt). Es ist fast wie ein Pilgerweg (ein Kreuzweg?) zum materiell immer weniger. Wie viel brauche ich wirklich zum glücklichen Leben? Und was ersetzt das Leer-Werden? Ich merke, auf diesem Weg ist der direkte Weg zum Göttlichen leichter zu gehen. Es gibt immer weniger Irritationen und Ablenkungen. Der direkte Weg ist der Weg zum Göttlichen ohne “Meister, Gurus, Menschenfänger und Schäfchenhüter”. Der direkte Weg heißt, dem Göttlichen “von Angesicht zu Angesicht” zu begegnen. Indirekte Wege (wie sie viele esoterische Schulen und alle Religionen predigen) scheiben Vermittler vor, kirchliche Rituale, Techniken, Übungen, Disziplinen, Einweihungen. Frage der Mystik: Warum Umwege und Irrwege, wenn es auch direkt geht?

Ich habe schon wahrgenommen, es kreist bei mir im Moment vieles um Wege: “mein Weg”, “dein Weg”, “unser Weg”, “Seelenweg”, “Wege des Erwachens”, direkter und indirekter Weg, Umweg, Irrweg, Pilgerweg, Kreuzweg … Mal schaun, was dieser Kreiß-Saal jetzt gebären will.

Wie dem auch sei: Mit dem Buch von Heinz Klein ist “mein Thema” wieder voll präsent: Es geht um den direkten Weg ins NICHTS. Wenigerwerden bis zum Nichtswerden. ES IST WIEDER DA! (>> zur Buchbesprechung)

Es beginnt auch wieder zu schreiben. Die ersten Sätze zum “integralen Mentaltraining” formulieren sich:

“Wir Menschen unterscheiden uns vom Tier durch unsere Fähigkeit zur Reflexion und Selbstreflexion. Wir handeln nicht mehr instinktiv, sondern haben einen Verstand und können uns Gedanken machen. Wir handeln nicht mehr reaktiv im Sinne eines Reiz-Reaktions-Musters. Wir können anhalten, abwägen und haben die Wahl. Unser Handeln kann der Kontrolle unseres Bewusstseins unterstehen.
Wir können mit unseren Gedanken in die Vergangenheit wandern oder in die Zukunft. Das ist doch faszinierend, oder? Tiere leben im Hier und Jetzt. Wir Menschen können aus der Vergangenheit lernen, „nach-denken” über das, was geschehen ist und uns Vorstellungen von der Zukunft machen, Ziele setzen, Pläne schmieden, „voraus denken”. – Das macht unser Menschsein aus!”

Ich merke schon bei den ersten Sätzen, dass es in die Tiefe gehen will – und lasse mich in diese Tiefe fallen, mich dem Sog des NICHTS hingeben.

* Dieser Beitrag hatte seit 19.12.2015 bisher 32 Leser/innen.

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