Astrosophie: philosophische Astrologie (1)

Inhalt: Ich habe seit ca. 4 Jahren einen neuen Zugang zur Astrologie bekommen. Es ist für mich ein wichtiger Teil der Selbsterkenntnis geworden, ein Teil meiner Lebensphilosophie. In einer Mail von heute habe ich dabei einiges „offengelegt“, was ich hier gerne wiedergebe (leicht überarbeitet): 

Was Astrologie angeht, bin ich wahrlich kein Meister, sondern noch im „Dilettanten“-Modus (= Liebhaber). Ich sehe andere Menschen (noch) nicht als wandelnde Sternbilder – und lasse mich immer noch gerne von ihnen selbst überraschen, welches Tierkreiszeichen sie sind. Mehr noch: Ich will mich davor hüten, Menschen zu „typologisieren“, wozu ein gewisses astrologisches Wissen leicht verführt: „typisch Wassermann!“ Das wirklich Faszinierende der Astrologie ist ja eigentlich: ein Deutungssystem für die Einzigartigkeit eines jeden Menschen bereit zu stellen. Ich möchte Menschen nicht vorschnell „typologisieren“, sondern sie in ihrer Einzigartigkeit wahrnehmen.

Ich stimme Ihnen natürlich sofort zu, dass wir bei tiefer Selbst- und Menschenkenntnis an der Astrologie nicht vorbei kommen. Es kann eine große Lebenshilfe sein, wor allem, wenn es um die Dimension der SEELE geht. Bei mir selbst habe ich festgestellt, dass ich mit dem Erwachen in meine Seele die Seelenbotschaft meines eigenen Horoskops immer besser verstehe. Ich bin im Wesentlichen noch im Modus, mich in der mannigfaligen Deutungs-Möglichkeit meines Horoskops selbst zu erkennen. Hier habe ich eine große Resonanz zu Astrologen, die ihr System als ASTROSOPHIE verstehen, also das eher Ur-Philosophische der Astrologie betonen. Allgemeiner gesagt: Eine bewusste Lebensphilosophie kommt an der Astrologie als Astrosophie in meinen Augen nicht vorbei!

Dabei bin ich kein Freund von Computerausdrucken, habe noch nie einen, meine Sternenmerkmale betreffend, gelesen. Das ist für mich kein „philosophisches“ Herangehen an die Deutung der Sterne. Das ist für mich zu viel seelenlose Computer-Technik. Ich halte es für viel spannender, mein eigenes Horoskop durch mein eigenes Leben schrittweise selbst zu erkunden und zu deuten.

Ich war relativ schnell mit meiner „Sonne“, dem Wassermann vertraut und kann mich damit ohne Wenn und Aber identifizieren. Als ich dann meinen Aszendenten erfahren habe (Stier), habe ich diese Dimension meines Lebens immer mehr „integrieren“ können. Passt! Interessanterweise ist mein Sohn selbst Stier (mit Aszendent Wassermann …), sogar mein Enkel ist Stier. (Hier ist natürlich die Frage schon naheliegend, wie sich Sternenkonstellationen auf die Familie auswirken.)
Dann habe ich zwei Jahre in einer sehr intensiven Geschäftsbeziehung mit einer Frau gearbeitet, bei der das Thema Archetypen eine wichtige Rolle gespielt habt. Sie ist Steinbock. Und mir ist dann bewusst geworden, dass ich kurze Zeit vorher auch schon eine kurze und beruflich sehr heftige Beziehung zu einer Steinbock-Frau hatte. Beruflich waren wir ein tolles Team, Sex „funktionierte“ überhaupt nicht, es sollte wohl keine „intime“ Beziehung sein. Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Steinbock ist mein MC und steht im Haus der Berufung. Ich habe heue noch eine intensive berufliche Beziehung zu einer Klientin, die eine Steinbock-Frau ist. Steinbock-Frauen scheinen mich ganz besonders auf meinem Berufungsweg wachzurütteln.
Dann tauchten bei meinen Klienten Menschen auf, die Skorpion-betont sind. Auch hierbei merke ich plötzlich, dass diese Menschen einen Aspekt meines Horoskops betonen. Mein IC steht im Horoskop im Skorpion. – Das Tierkreiszeichen „Skorpion“ war für mich nie „stachelig“, sondern mit seinem „Stirb und Werde“ ein für mich sehr spannendes Tierkreiszeichen.
Hier liegt übrigens eine große Gefahr, das Horoskop ANDERER zu deuten: Es ist dabei sehr verführerisch, seine eigenen Themen in das Horoskop eines anderen zu projizieren.
Wenn ich diese Hinweise kurz zusammenfassen darf: Ich sehe es eher so, dass der intensive Kontakt zu anderen Menschen unsere unterschiedlichen Seelenpotenziale aktiviert und wir DARAN wachsen (und nicht am Lesen von Computer-Ausdrucken). Schon der Austausch von Geburtsdaten ist ein vertrauensvolles Sich-Öffnen für die Seelenebene des anderen. Und: Jeder ist für die Deutung seines Horoskops selbst verantwortlich.

Ich mag das Archetypische in der Astrologie-Astrosophie. Über meine Internet-Seite „Seelenimpuls“ lerne ich vor allem selbst, dieses Archetypische immer besser zu verstehen. Was mich am meisten verblüfft: Ich lebe diese „Seelen-Monate“ sehr bewusst. Ich weiß jetzt schon aus Erfahrung, dass die nächsten Wochen bei mir sehr „fischebetont“ sein werden. So durchwandern wir Jahr für Jahr alle Tierkreiszeichen und wachsen in diesem Rhythmus in allen diesen 12 Aspekten unserer Seele.
Ich mag die schamanische Sichtweise, „verlorene Seelenanteile“ wieder zurück zu hohen und zu integrieren. Natürlich kann man keine Seelenanteile wirklich „verlieren“ – man kann sie nur aus dem Bewusstsein verlieren. In diesem Aspekt hat das Astrologisch-Astrosophische auch etwas Schamanisches und Heilendes: die Seele mit ihren verschiedenen Qualitäten UND ihrer Einzigartigkeit immer mehr im Bewusstsein zu integrieren.

Soweit die Offenlegung meines „dilettantischen Zugangs“ zur Astrologie als Astrosophie.

* Dieser Beitrag hatte seit 19.12.2015 bisher 122 Leser/innen.