Schatten-Sprung

Inhalt: Maske runter! / kein Quanten-Sprung ohne Schatten-Sprung / das Los des Lebenskünstlers: von der Hand in den Mund leben? / alltagstaugliches Glück / Geldmangel und Geldsegen / Täusch dich nicht selbst, schau hin! / meine spirituelle Krise/ Frage mit philosophischem Tiefgang ins Schattenreich / 555 Worte

Ich muss heute gleich im zweiten Beitrag über meinen Schatten springen, um diesen Blog-Beitrag zu schreiben. Doch es wäre kein philosophisches Bog in “Selbstoffenbarung”, wenn ich nicht auch offen zu meinen Schatten stehen würde: Leiden, Schmerzen, Tränen, Angst, Schrei nach Liebe.

Der Satz drängt sich mir jetzt auf: Nur Transparenz führt zu Transzendenz. Keine Selbsttäuschung mehr, keine Täuschung anderer, Maske runter! Und: Kein Quanten-Sprung ohne Schatten-Sprung.

Das Thema heute ist GELD. Es scheint ein Thema der meisten “Lebenskünstler” zu sein, von der Hand in den Mund zu leben. Ich oute mich anscheinend selbst als “Lebenskünstler”; auch Schreiben und Philosophieren ist eine Lebenskunst. (Menschen, die in Geld “schwimmen” können auf ganz andere Weise “Lebenskünstler” sein.)

Hier in Südfrankreich ist es für mich eine “neue Lebensweise” geworden. Ich hatte immer mehr als genug Geld, bis jetzt. Da ist eine Lektion in meinem Leben, die noch nicht wirklich gelernt ist. Ich kann nicht mehr “gedankenlos mit Geld umgehen”, meine Reserven sind verbraucht, ich muss jeden eingenommenen Euro zweimal rumdrehen. Das Verblüffendste für mich ist, wie wenig mein Glück von Geld abhängig ist, die Kehrseite der neuen Lebenserfahrung. Mein Glück ist alltagstauglich und zu einer leisen Grundstimmung meines Lebens geworden. Und doch: Geldmangel ist nicht das Gelbe vom Ei. Da stimmt was nicht. Da meldet sich unerlöster Schatten bei mir! Es tut in bestimmten Situationen auch zum Schreien weh. Hier meldet sich etwas symptomatisch aus dem Schattenreich: Täusch dich nicht selbst, schau hin!

Es ist meine aktuelle spirituelle Krise. So, jetzt ist es beim Namen genannt! Da ich “eigentlich” immer genug Geld hatte, habe ich nicht gearbeitet, um Geld zu verdienen (wie ein philosophierender Lebenskünstler, eben), sondern viel gelesen, viel geschrieben, ohne in den Verkaufsmodus zu kommen. Wenn es knapp wurde, habe ich einen neuen Auftrag angenommen, bestellte Arbeit abgeliefert – und es war für eine Zeit lang wieder genug Geld in der Kasse. Jetzt und hier in Frankreich scheint das Rezept nicht mehr so leicht zu funktionieren. Meine Worte fließen nach wie vor (tiefsinniger denn je, wie mir scheint), doch es fließt nur spärlich Geld zurück, weniger als ich “eigentlich” brauche. Ich lasse mehr mein Lust-Prinzip arbeiten (wie ein Künstler, eben!), als dass ich mich frage, wem es etwas nutzt, was ich tue. FÜR WEN ich etwas tue, eine Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität DES ANDEREN leiste. Wo es wirklich WIR-Arbeit wird – im gegenseitigen Aus-Tausch (auch von Geld).

Heute ist ein Tag des Geldsegens! Ein Teil des Geldes , das ich seit Anfang des Monats erwarte (einiges kann ich auch schon “abschreiben”), ist heute endlich auf meinem Konto eingetroffen. Ich spüre, was sich da für eine Last löst. Ich bin mir dieser inneren Anspannung der Geldknappheit nicht so bewusst gewesen, erst jetzt wird es richtig spürbar, da es sich entspannt. Heute verbringe ich den Tag damit, den eingegangenen Geldfluss sinnvoll zu verteilen.

Postscriptum: Ich registriere einen möglichen Zusammenhang. Einen Tag nach dem Schließen einer Vaterwunde (der abgesendete “Rechtsstreit” von gestern) kommt Geld auf mein Konto und eine finanzielle Misere entspannt sich. Frage mit philosophischem Tiefgang ins Schattenreich: Sind Geldprobleme Ausdruck von Vater-Wunden oder Mutter-Wunden oder beides oder NICHTS von beidem?

* Dieser Beitrag hatte seit 19.12.2015 bisher 38 Leser/innen.

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